Professor Eugene H. Rabine ...

... wurde in den Vereinigten Staaten geboren. Er hat an der Texas Weslyen Universität in Fort Worth, Texas, die Hauptfächer Gesang, Dirigieren und Musikpädagogik studiert und seine Magisterarbeit an der weltberühmten Juilliard School of Music in New York City abgelegt.

Seine berufliche Laufbahn spannt sich über 40 Jahre in den USA, in der Schweiz und in Deutschland. 1972 siedelte er nach Deutschland über und sang an verschiedenen Opernhäusern in Europa. 1980 bis 87 konnte er seine Theorie über die Stimmfunktion und die Grundlage seiner Methodik zum Stimmtraining als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Hochschule Darmstadt unter der Leitung von Prof. Dr. W. Rohmert prüfen und weiterentwickeln. Das Resultat dieser Arbeit war Prof. Rabines erstes Buch "Die Grundzüge zum funktionalen Stimmtraining" (1982). 

1987 stellte Herr Rabine einige Zusammenhänge zwischen der Doppelventilfunktion des Kehlkopfes und Körperhaltung bzw. -bewegung, Atmung und Stimme in dem Buch „Aktuelle Probleme der Stimmtherapie", Hrsg. Prof. Dr. H. Gundermann, vor. Die Verbindung mit Dr. George Geyer in Boston, USA (1989 bis 96) hat seine Theorie über die Stimmfunktion vertieft und verfeinert. Die Zusammenarbeit u.a. mit Prof. Dr. E. Kruse, Leiter der phoniatrischen Klinik an der Universität Göttingen, ermöglichte Prof. Rabine, seine Theorie und Methode in die funktionale Stimmtherapie zu übertragen. Diese wurde von Dr. Kruse weiterentwickelt und in die logopädische Ausbildung eingeführt. 2004 wurde Herr Rabine in das Buch „Logopädie, wer ist wer?" von T. Brauer, A. Aumüller, J. Schwarz aufgenommen. Weitere Stationen von Prof. Rabine sind u.a.: Gründungsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Gesangspädagogen, Prof. für Gesang am Opernstudio und der Semperoper Dresden, Prof. für Gesang und Abteilungsleiter für Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar. Er wird häufig zu wissenschaftlichen, medizinischen und pädagogischen Symposien und Kongressen u.a. in Deutschland, den USA, Großbritannien, Polen und Argentinien eingeladen. Ein sehr wichtiger Bereich im Rabine-Institut ist die Anwendung der Rabine-Methode im Gesangstraining. Die Institutslehrer betreuen Sänger von Anfängern bis zu internationalen Berufssängern in allen verschiedenen Stimmberufsrichtungen.

Über die Jahre sind viele dieser Sänger erfolgreich auf internationalen Bühnen aufgetreten. Das Rabine-Institut wurde 1987 gegründet. Heute sind über 120 ausgebildete Rabine-Lehrer an Musikhochschulen, Universitäten und als private Gesangspädagoginnen und Gesangspädagogen u.a. in Deutschland, den USA, Schweden, der Schweiz, Österreich und Argentinien tätig.

Das Rabine-Institut

Das Rabine-Institut wurde 1987 von Prof. Eugen Rabine gegründet. Von 2002 bis 2014 leitete Prof. Rabine mit seiner Frau Renate Rabine als Co-Leiterin und Geschäftsführerin sowie mehreren Mitarbeitern das Institut in Walheim. Ab Januar 2015 wird die Institutsleitung an Uwe Götz übergeben.

Die Grundlage der Rabine-Theorie über die Stimmfunktion liegt in der Doppelventilfunktion mit seinen rückwirkenden psycho-neuro-physiologisch-akustischen Zusammenhängen.

Die daraus resultierende Rabine-Methode gründet sich im kinästhetischen sensomotorischen Lernen und Lehren (wie man lernt, ist, wie man lehrt) und wird in der funktionalen Stimmpädagogik angewandt.

Die Methode beinhaltet unter anderem: 

  • Berufsbegleitende Aus- und Fortbildung 
    von hoch qualifizierten Gesangspädagoginnen und Gesangspädagogen

  • Berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung 
    von Fachkräften aus dem Bereich der Stimmtherapie

  • Aus- und Fortbildung durch individuellem Gesangsunterricht 
    von Berufssängerinnen und Berufssängern

  • Seminare und Workshops für Organisationen und Gruppen
    z. B. Gesangsvereine, Chöre usw.

  • Stimm- und Sprechtraining 
    für professionelle, semiprofessionelle und private Personen

  • Seminare und Stimm-/Sprechtraining in Kleingruppen 
    mit Stimmkommunikation und Präsentationstraining, z. B. für Management und Führungskräfte

  • Weiterbildung durch Fachseminare, Fachkurse und Symposien
    für verschiedene Stimmberufe

  • Ausbau des Wissenstransfers 
    zwischen allen institutsverbundenen Pädagoginnen und Pädagogen sowie Therapeutinnen und Therapeuten als auch allgemein interessiertem Publikum